Begriffe verstehen

Glossar zu Autismus bei Kindern

Kurze Erklärungen zu Begriffen aus Ratgebern und Berichten. Sie beschreiben Konzepte, erlauben aber keine Deutung der Situation eines einzelnen Kindes.

A

Begriffe mit A

Autismus-Spektrum

Ein Begriff aus heutigen Klassifikationen für eine neuroentwicklungsbezogene Vielfalt. Fachpersonen betrachten dabei unter anderem soziale Kommunikation, Interaktion, wiederholte Verhaltensweisen, Interessen, Vorhersehbarkeit und Wahrnehmung. Ein Online-Fragebogen stellt keine Diagnose.

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Auswirkungen im Alltag

Mögliche Auswirkungen einer Situation auf den Alltag, etwa auf Schule, Beziehungen, Selbstständigkeit, Erholung oder Wohlbefinden. Sie werden vorsichtig und immer mit einem konkreten Kontext beschrieben.

Angemessene Anpassung

Eine konkrete Anpassung von Umgebung oder Organisation, die Ihrem Kind die Teilhabe erleichtern kann. In Schule oder Kindergarten wird sie anhand beobachtbarer Bedürfnisse und des jeweiligen Rahmens besprochen.

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B

Begriffe mit B

Besondere Interessen

Besonders intensiv oder genau verfolgte Interessen. Sie können Freude, Kompetenz, Beruhigung und Verbindung fördern; manchmal braucht Ihr Kind Unterstützung, wenn ein Wechsel oder eine Unterbrechung schwerfällt.

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Beobachtung in mehreren Kontexten

Das gemeinsame Betrachten von Situationen zuhause, in Schule oder Kindergarten, mit Gleichaltrigen und in anderen Alltagsszenen. Unterschiedliche Beobachtungen sind keine Fehler, sondern können helfen, den Kontext besser zu verstehen.

D

Begriffe mit D

Differenzialdiagnostik

Ein klinisches Vorgehen, bei dem Fachpersonen mehrere mögliche Erklärungen für ähnliche Situationen prüfen. Dabei können zum Beispiel Aufmerksamkeit, Angst, Sprache, Lernen, Schlaf, Tics oder das soziale Umfeld einbezogen werden.

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E

Begriffe mit E

Echolalie

Die Wiederholung von Wörtern, Sätzen oder früher Gehörtem. Sie kann Kommunikation, Lernen oder Selbstregulation dienen und lässt sich nur im Verlauf der konkreten Situation sinnvoll verstehen.

Erholung

Zeit oder Bedingungen, die Ihrem Kind nach einem anstrengenden Tag oder einer fordernden Situation helfen, wieder in einen angenehmeren Zustand zu kommen. Der Erholungsbedarf ist individuell und kann sich verändern.

Erste Orientierung

Ein Vorgehen, das helfen kann, Situationen zu erkennen, die besprochen oder weiter untersucht werden sollten. Eine erste Orientierung ersetzt keine klinische Diagnose.

Exekutive Funktionen

Fähigkeiten, die beim Planen, Organisieren, Hemmen einer Reaktion, Wechseln einer Strategie oder Merken von Informationen eingesetzt werden. Sie können in vielen Entwicklungsprofilen eine Rolle spielen und sind nicht mit Autismus gleichzusetzen.

G

Begriffe mit G

Gegenseitigkeit

Das Hin und Her in einer Interaktion: beginnen, antworten, ein Gespräch fortsetzen oder sich anpassen. Es verändert sich mit Alter, Situation und den beteiligten Personen.

K

Begriffe mit K

Kompensation

Eine Strategie oder Unterstützung, mit der ein Kind trotz einer Schwierigkeit an einer Situation teilnehmen kann. Sie kann selbst entwickelt, gelernt oder von der Umgebung angeboten sein und macht innere Anstrengung nicht automatisch sichtbar.

M

Begriffe mit M

Masking

Ein Forschungsbegriff für Anpassungsstrategien wie Beobachten, Nachahmen oder das Vorbereiten einer Antwort. Solche Strategien können viele Gründe haben, sind kein Beweis für Autismus und betreffen nicht nur ein Geschlecht.

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N

Begriffe mit N

Nonverbale Kommunikation

Informationen, die über Blick, Gestik, Gesichtsausdruck, Haltung, Tempo oder Betonung vermittelt werden. Wie ein Kind diese Signale nutzt oder versteht, kann sich je nach Person und Situation verändern.

P

Begriffe mit P

Pragmatik der Sprache

Der Gebrauch von Sprache in einer Situation: erkennen, mit wem man spricht, einen Hinweis verstehen, das Thema wechseln oder den Kontext berücksichtigen. Schwierigkeiten können verschiedene Ursachen haben.

R

Begriffe mit R

Routinen

Vertraute Abläufe, die einen Tag vorhersehbarer machen. Viele Kinder mögen Routinen; ihre bloße Anwesenheit ist kein Hinweis auf Autismus.

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S

Begriffe mit S

Soziale Kommunikation

Die Art, Informationen, Interessen oder Gefühle mit anderen zu teilen und sich auf eine Kommunikationssituation einzustellen. Sie kann gesprochen, nonverbal, schriftlich oder durch unterstützte Kommunikation erfolgen.

Schwierigkeiten bei Veränderungen

Eine beobachtbare Schwierigkeit, wenn ein erwarteter Ablauf verändert wird. Für die Einordnung sind der Übergang, mögliche Vorbereitung, Müdigkeit und vorhandene Unterstützung wichtig.

Sensorische Besonderheiten

Besondere Arten, Geräusche, Licht, Berührung, Gerüche, Geschmack, Bewegung oder Texturen wahrzunehmen oder zu suchen. Für sich allein erlauben sie keinen Schluss auf Autismus.

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Suche nach Reizen

Das aktive Aufsuchen bestimmter Empfindungen, zum Beispiel Bewegung, einer Textur oder eines Geräuschs. Es wird in konkreten Szenen beschrieben und erklärt für sich allein keine Ursache.

U

Begriffe mit U

Unausgesprochene Bedeutung

Eine Bedeutung, die nicht direkt ausgesprochen wird, sondern sich aus Situation, Tonfall, Gewohnheiten oder sozialen Regeln ergeben kann. Was unausgesprochen bleibt, unterscheidet sich zwischen Familien und Kulturen.

Überforderung durch Reize oder Anforderungen

Ein Moment, in dem zu viele Reize, Anforderungen oder Veränderungen schwer zu bewältigen sind. Das Wort beschreibt ein Erleben oder eine Frage zum Weiterdenken, keine Diagnose.

W

Begriffe mit W

Wiederholte Verhaltensweisen

Bewegungen, Wörter, Spiele, Fragen oder Abläufe, die wiederkehren. Sie können Freude, Lernen, Beruhigung, Stressregulation oder andere Funktionen haben und sollten nie losgelöst vom Kontext bewertet werden.

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Weitere Cereya-Begriffe

Weitere Begriffe zu Lernen, Entwicklung und Cereya-Angeboten sind im allgemeinen Cereya-Glossar erläutert.

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